Kriegsgeheul

Am Pazifismus und der Meinungsvielfalt festhalten

In den letzten Wochen und Monaten hat sich im Kontext des Ukrainekrieges die öffentliche Debatte um Pazifismus und Militarisierung stark verändert.  Eine Militarisierung der Gesellschaft wird zunehmend als alternativlos propagiert und eine pazifistische Haltung als „aus der Zeit gefallen“ beschrieben. Wir von ethecon finden es wichtig, weiter am Pazifismus festzuhalten und konstruktiv und intensiv darüber zu diskutieren, was eine militaristische, eine anti-militaristische und eine pazifistische Sichtweise ausmachen und welche Konsequenzen sie haben. Darum machen wir gern auf die Friedenswerkstatt in Ramstein nächste Woche vom 20. – 24. Juni aufmerksam. Dort kann man in entspannter Atmosphäre über all diese drängenden Fragen miteinander ins Gespräch kommen.

Die Bereicherung des Tages

Wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden: die Wirtschaftsministerien des Bundes und der Länder. Der oliv-grüne Herr Habeck sorgt seit Amtsantritt für Erheiterung und nun sind die Länder dran. Weil die Hartz 4 Haushalte in ihren üppigen Salären auch das Geld für  „normale“ SchülerInnenfahrkarten enthalten, wollen einzelne Ministerien – allen voran BaWü (mir gäbet nix) – den Differenzbetrag zurückfordern. Dass es so etwas wie eine  „Entreicherung“ gibt für Gelder, die man bekommen hat und ausgegeben hat, im guten Glauben ausgegeben hat und deshalb nicht mehr zurückgeben kann – davon haben die Schlaules von der CDU noch nichts gehört. Aber die Begründung, warum man die Kohle von den Ärmsten sich zurückholen will, ist kabarettreif: wegen ungerechtfertigter Bereicherung! Eine gerchtfertigte Bereicherung ist dann wohl Cum ex oder Cum Cum, oder wie? Die Hartzer jedenfalls sind also die eigentlichen Profiteure und machen sich die Taschen voll – nicht die Ölkonzerne oder die anderen Spekulanten – nein die Harzer sind es! Jedenfalls wenn es nach der BWLerin und aus Industriellenkreisen (Bizerba) stammenden – Frau Hoffmeister-Kraut (CDU) geht.
Wir wollten ja immer Frauen in solchen Positionen und das werden eben nur Hartherzige und Empathielose. Das Leben ist kein Ponyhof – jedenfalls nicht für Arme. Mal sehen wie es ausgeht. Hubertus Heil bittet (!) darum, den Harzern die paar Euros nicht abzuknöpfen, aber das wird den Besserverdienenden sehr, sehr schwer fallen.

Juni 2022

Georgia O’Keeffe – nannte ihr Bild „Lavender Iris“ und sie hat es 1951 gemalt. Meine Iriszwiebeln stammen aus Frankreich und vielleicht schaffe ich sie so zu fotografieren, dass sie aussehen, wie Georgia O’Keeffe sie gesehen hat. On verra. Unten sind die Mohnblüten zu sehen. 

Georgia O’Keeffe nannte ihre Mohnblumen „Oriental Poppy“

Schwarze Frauen

Tja, das ist mal wieder typisch für unsere Medien – nicht nur die des Mainstreams: in Kolumbien hat nicht nur ein linker Kandidat die 1.Runde der Präsidentschaftswahlen gewonnen, sondern auch die Frau an seiner Seite. Und wie Schweizer Medien berichten ist sie diejenigen, die das Duo so einzigartig macht: Francia Marquez gehört zu den fünf Millionen KolumbianerInnen mit afrikanischen Wurzeln. Sie sagte: es gehe nicht um die Farbe der Haut, sondern um die Elite, die glaubt, allen überlegen zu sein. Auf jeden Fall gibt sie denjenigen eine Stimme, die nie eine hatten.
Sie hatte bereits bei den Vorwahlen im Linksbündnis für eine Überraschung gesorgt: sie bekam hinter Gustavo Petro die meisten Stimmen!