Hervorgehoben

Juli 2026

Felsenbirne
Die Felsenbirne hängt dick voll mit Früchten. Die Vögel kommen kaum hinterher. Aber am Ende werden sie alle Beeren vertilgt haben.
Westerland
Die Westerland trägt in diesem Jahr fast 10 Knospen an einem Zweig – wenn dann Sturm+Regen die Blüten beuteln, müssen sie rein.

 

Der Jens des Tages

Manche sind gleicher – darüber hat sich schon George Orwell geärgert und seine Animal Farm geschrieben. Allerdings seit DT, der Gesalbte,  an der Macht ist, speziell bei Schwarzblauen die Gesetztestreue leicht unter die Räder gekommen. Leihmutterschaft ist aus guten Gründen bei uns verboten: gesundheitlich Risiken, ethische und frauenpolitische Gründe. Wir sind doch nicht die Mutterkuh für Leute wie Jens Spahn. Kennt der privat keine Frauen, die ihm ein Kind schenken würden. Selbst dem Führer wollten doch viele Frauen ein Kind schenken. Nun musste also eine Frau via us-amerikanischer Agentur dem Herrn ein Kind schenken – weil Bezahlen kann so etwas nicht. Das grenze ja an Ausbeutung – selten so gelacht. 6stellige Summen wechseln die meist männlichen Geldbesitzer – und die Frauen, um deren Rohstoff es geht? Die gehen leer aus.  So wie immer.
dazu passt eine Sendung in der Reihe Hintergrund im DLF, in der es um Muttermilchbanken ging. Das sind Einrichtungen, die u.a. in Brasilien die Kindersterblichkeit erheblich gemindert hat. Auch hier „verschenken“ die Mütter ihre Milch. Geld gibt es nicht, weil sonst ja die Mütter ihr Milch verkaufen würden und die eigenen Kinder schlechter wegkommen. Man darf Frauen einfach kein Geld in die Hand geben. Die konnten noch nie damit umgehen.

Streit um Strait

Es gibt Tage, da lache ich schon am Vormittag, wenn Nachrichten verlesen werden. Der Oberkorrupti des Monats macht jetzt für alle sichtbar Kasse mit dem Abwurf von Bomben auf souveräne Staaten. Es reicht ihm nicht, sein mehr oder  weniger legal beschafftes Vermögen durch schwankende Börsenkurse zu vergrößern: Nein, jetzt sollen die internationalen Reeder „Tarifs“ abdrücken: 20% des Frachtwerts.  Nach dem Motto, was die Mullahs können, kann ich auch. Früher nannte man das Piraterie – sie wurde – wie wir alle aus Abenteuerfilmen wissen – gerne auch im Auftrag von Regierungen veranstaltet.

Wenn wir kleingeistigen VerbrennerfahrerInnen uns mit schwankenden Benzinpreisen auseinandersetzen müssen, klingelt bei D.T. und Konsorten immer die Kasse: egal ob Bulle oder Bär. Eine klassische Zwickmühle haben die Jungs da aufgebaut und wir zahlen – irgendwer muss die Kohle ja abdrücken, mit der die Großmäuligen dann angeben können.
Und es klappt ja alles auch ziemlich gut. Erst sein miesgelaunter Auftritt bei der Nato in Istanbul brachte der us-Rüstungsindustrie einen milliardenschweren deutschen Auftrag ein. Das versteht Donald T. unter „mehr Verantwortung“ übernehmen.
Dumm nur, dichtete einst Erich Kästner sinngemäß, wenn man so tief sinkt, dass man von dem Kakao durch man gezogen wird, auch noch trinkt.

Sommer der Reformen2

So ein Sommer kann ja je nach Standpunkt und sozialer Lage recht unterschiedlich ausfallen: während die einen von Sturm + Regen gerüttelt werden, liegen die anderen im gemäßigten Sonnenschein – oder – wenn sie Pech haben, werden sie von der Hitze krank und sterben. Krank sein – dieses Lebensrisiko wollen unsere Reichen, die gerade an der Regierung sind, nicht mehr abpuffern. Die Kranken sollen schuften gehen – oder – mit Grundsicherung zu Hause sitzen (in der nicht klimatisierten Wohnung)   oder noch besser: endlich als Erntehelfer auf den Feldern ackern – juhu!  So oder ähnlich wünscht es sich der Christenmann in Sachsen-Anhalt, dem Land der Frühaufsteher. Dumm nur, dass es unter die AFD nur noch schlimmer wird: keine Schulpflicht mehr, Frauen sollen zum Kinderkriegen und Mannversorgen verdonnert werden – Gewaltertragen inklusive. Scherzkeks Nuhr immer voran mit der Misogynie.  Wer dann ohne größere Bildung die Schule verlässt, wird dann auch nicht mehr mit Eingliederungshilfe „verhätschelt“ – dann gilt nur satt und sauber – möglichst ohne große Kosten. Vielleicht ehrenamtlich von Frauen? – selbstverständlich biodeutsch und weiß! Wär doch was. Das 19.Jahrhundert läßt grüßen. Und Kranke sollen natürlich ihre Kosten selbst tragen, nichts da von Solidarität der Gesunden – das wollen die reichen Gesunden nicht mehr.  Man könne sich den Sozialstaat nicht mehr leisten, tönt es von den einschlägigen Rednerbühnen. Und damit nicht alle gleich traurig werden, verspricht der Mehrzweckkanzler den mittleren und kleinen Einkommen, dass sie etwas mehr Geld zum Konsumieren übrig behalten werden von ihrem Lohn. Denn in der Vorstellung der Reichen, die gerne steuersubventioniert mit ihren Privatflugzeugen durch die Gegend fliegen,  lebt der einfach Bürger schließlich nur fürs Konsumieren….oh, oh!