Ausgerechnet Puritanismus

Die momentane Debatte um das Ausmaß sexueller Belästigung wird manchen Leuten offensichtlich lästig: unter anderem prominenten, französischen Schauspielerinnen und der Berliner Philosophin Svenja Flaßpöhler. Sie beschwor letztens auf „3-Sat“ das  „immergrüne“ Bild vom Puritanismus herauf. Den Vorwurf des Puritanismus ausgerechnet Frauen entgegen zu halten, die sich dagegen wehren, wenn Männer z.B. in ihrer Gegenwart den Schwanz aus der Hose holen und onanieren – wie es sich wohl Harvey Weinstein zu einer liebgewordenen  Gewohnheit gemacht haben soll, hat schon was.  Letztlich ist das Exhibitionismus und der ist eigentlich verboten und es hat sich bisher auch noch keine Frau – auch nicht Frau Flaßpöhler – darüber aufgeregt, dass es verboten ist. Wenn Frauen gegen Anzüglichkeiten, Angrapschereien oder andere sexuelle Übergriffe z.B. in Form von „MeToo“ diese alltäglichen Verhaltensweisen öffentlich machen, dann zementieren sie angeblich ihre Opferrolle oder schlimmer noch: sie machen sich klein und hilflos und schlüpfen in die Kinderrolle!

Je nun, kann ich da nur aufstöhnen. Frauen sollen sich also wehren. Ja, aber wie denn? In dem sie allzeit bereit sind dem Mann vor ihnen oder hinter ihnen eine in die Fresse zu hauen, in die Eier zutreten, wenn sie ihnen zu nahe kommen? Wie werden Frauen denn dann wohl tituliert von solchen Schlaubergerinnen wie Frau Flaßpöhler? Ich war im Berufsleben immer durch mein Mikrofon geschützt. Allerdings gab es auch bei mir eine Situation, in der meine körperliche Integrität verletzt wurde:

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Wir haben es satt!

Auch zu diesem Thema habe ich eine Sendung gemacht – genau vor drei Jahren. Das Manuskript gibt es in der Redaktion Zeitpunkte des rbb.

Die nun mehr 8. Großdemonstration („Wir haben es satt„)in Sachen zukunftsfähige Landwirtschaft wirft ihre Schatten voraus. Am Sonnabend, den 20.Januar 2018 werden wieder Tausende durch das Berliner Regierungsviertel ziehen. Dieses Mal haben sie ein spezielles Ziel: Herr Schmidt („so ist er eben der Schmidt“) hat seine Agrarministerkollegen zur Grünen Woche eingeladen und diesem Kreis wollen die Aktiven ein Konzert unter dem Titel „Nie wieder Schmidt!“ geben. Es ist ein Abgesang auf den Agrarindustrie-Minister und Probe des Kochtopf-Konzerts für die Agrarwende. Weiter heißt es in der Presseerklärung:
„Wenige Tage vor der „Wir haben es satt!“-Großdemonstration für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik, die alljährlich zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin stattfindet, bietet sich ein ungewohntes Bild im Berliner Regierungsviertel: 20 Personen mit dem Konterfei von Agrarindustrie-Minister Christian Schmidt stehen erstarrt vor dem Bundeskanzleramt. Um den Hals hängen den „Schmidtchen“ Schilder, auf denen „Glyphosat“, „Megaställe“ oder „Höfesterben“ steht.

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Perihel

Am 4. Januar 2018 durchläuft die Erde das Perihel – d.h. den Punkt, an dem die Erde auf ihrer elliptischen Bahn der Sonne am nächsten kommt.  Die mittlere Entfernung Erde-Sonne beträgt ungefähr 150 Millionen km. Die elliptische Erdbahn führt dazu, dass die Entfernung um etwa 2,5 Millionen km variieren kann: geringste Entfernung: 147,5 Millionen km bezeichnet man als Perihel, den sonnenfernsten Punkt als Aphel. Diesen Punkt passiert die Erde am 6. Juli 2018 in einer Entfernung von rund 152 Mio Kilometern von der Sonne.