Es gibt Tage, da lache ich schon am Vormittag, wenn Nachrichten verlesen werden. Der Oberkorrupti des Monats macht jetzt für alle sichtbar Kasse mit dem Abwurf von Bomben auf souveräne Staaten. Es reicht ihm nicht, sein mehr oder weniger legal beschafftes Vermögen durch schwankende Börsenkurse zu vergrößern: Nein, jetzt sollen die internationalen Reeder „Tarifs“ abdrücken: 20% des Frachtwerts. Nach dem Motto, was die Mullahs können, kann ich auch. Früher nannte man das Piraterie – sie wurde – wie wir alle aus Abenteuerfilmen wissen – gerne auch im Auftrag von Regierungen veranstaltet.
Wenn wir kleingeistigen VerbrennerfahrerInnen uns mit schwankenden Benzinpreisen auseinandersetzen müssen, klingelt bei D.T. und Konsorten immer die Kasse: egal ob Bulle oder Bär. Eine klassische Zwickmühle haben die Jungs da aufgebaut und wir zahlen – irgendwer muss die Kohle ja abdrücken, mit der die Großmäuligen dann angeben können.
Und es klappt ja alles auch ziemlich gut. Erst sein miesgelaunter Auftritt bei der Nato in Istanbul brachte der us-Rüstungsindustrie einen milliardenschweren deutschen Auftrag ein. Das versteht Donald T. unter „mehr Verantwortung“ übernehmen.
Dumm nur, dichtete einst Erich Kästner sinngemäß, wenn man so tief sinkt, dass man von dem Kakao durch man gezogen wird, auch noch trinkt.