Türkische Verhältnisse in Hamburg

Wer die Verfolgung der G20 Verhafteten in Hamburg beobachtet, hat den Eindruck, dass es mindestens einzelne Tiefflieger in der hanseatischen Justiz gibt. Wollte das Amtsgericht Altona den 18-jährigen Italiener Fabio V. vor einigen Wochen noch für 3,5 Jahre in den Knast schicken u.a. wegen schlechter Erziehung, ist es jetzt die Staatsanwältin, die weiter auf dem „türkischen Pfad“ unterwegs ist. Das Amtsgericht hatte die U-Haft nach 4 Monaten gegen eine Kaution von 10 000 Euro (!) aufgehoben, dagegen legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein, wurde abgeschmettert, gab nicht auf, sondern legte beim Hamburgischen Oberlandesgericht wiederum Beschwerde ein. Die Staatsanwältin ist in Hamburg keine Unbekannte. Sie kämpft mit den Mitteln der Justiz vor allem gegen junge Leute, die sich Immobilienspekulanten in den Weg stellen. Insofern ist es nur konsequent, wenn sie den 18 -jährigen G 20- Gegner, dem nichts nachgewiesen werden kann, außer dass er am Rondenbarg war – was normalerweise in Hamburg auch für Italiener nicht verboten ist – hinter Gittern sehen will. Eben türkische Verhältnisse oder sollte man präziser sagen – hamburgische Verhältnisse?

Stromrebellen zu Windmüllern?

Zwei Windräder im SonnenuntergangIch beziehe meinen Strom seit einigen Jahren bei den Stromrebellen im Schwarzwald – bei ews- bei den ehemaligen Stromrebellen muss ich heute sagen. Die Stromrebellen fand ich sympathisch, unter anderem weil eine Frau Mitbegründerin war und weil die ews Strom vor allem aus Wasserkraft ins Netz einspeist. Jetzt lese ich im Kleinen Jahresbericht 2017, man habe Deutschlands höchsten Windpark im Schwarzwald eingeweiht. Da ich weiß wie umstritten die Windkraftanlagen gerade in Baden-Württemberg sind, schaute ich ins Internet und siehe da: auf fünf recht ansehnlichen, bzw. unansehnlichen Baustellen mitten im Wald sind die 5 Windräder errichtet worden. Diese Baustellen lassen sich per Google Earth besichtigen. Sieht richtig „gut“ aus. Schneisen für Schwertransporter in ein intaktes Waldgebiet! Super – das nenne ich nachhaltig. Dass dort der Rotmilan auszieht, ist verständlich – die Frage  ist nur: wohin denn dann?  Es wird ja auch nicht mehr von Umweltschutz geredet, sondern nur noch von Energiewende. Und die soll koste es, was es wolle durchgeprügelt werden. Irgendwann wird es kein Grünland mehr geben, keinen Horizont ohne Windrad und keine Vögel, aber die Energiewender sitzen mit gutem Gewissen in ihrer warmen und hellen Stube. Doch nicht schlecht, oder? Dass dann auch noch Gutachter und Investoren bei diesem Projekt unter einer Decken stecken bzw. dass die Investoren Mitgesellschafter derer sind, die die Gutachten erstellen, ist schon bundesligareif. Das ist man sonst nur von Großkonzernen gewöhnt. Auch der frauenfreie Vorstand passt ins Bild.
Aber muss ich bei einem solchen Unternehmen meinen Strom kaufen?Ich werde mich also auf die Suche nach einem anderen Stromanbieter machen. Vielleicht finde ich ja einen.
Zum Beispiel: montana Strom aus 100% Wasserkraft!

Lotte ist nicht mehr

Lotte schaut zurück auf den herbstlichen Schlachtensee – das war vor 2 Jahren. Nun ruht sie in Kleinmachnower Erde. Agathe und ich haben Lotte als kleines Welpentier auf dem Kreuzberg kennengelernt. 10 Jahre lang waren Agathe und Lotte richtige Freundinnen, haben sich bei jedem Wiedersehen gefreut und das getan, was Menschen „als niedlich miteinander spielen“ bezeichnen. Nun ist die erste aus dem 4-köpfigen Labbi-Rudel nicht mehr da.