
Februar 2017

Wie ich die Großstadt hinter mir ließ und an die Küste zog

Spätestens seit der Autobiografie „Nomadengut“ von Louise Straus-Ernst lese ich alles, was es über das von deutschen Truppen besetzte Frankreich auf dem Buchmarkt gibt. So erwarb ich letztens von Françoise Frenkel das Buch „Nichts um sein Haupt zu betten“. Die Buchhändlerin entkam den Deutschen und hat die Geschichte ihrer Flucht im sicheren Schweizer Exil aufgeschrieben. Ihr ist gelungen, was z.B. Louise Straus-Ernst nicht geschaffte. Sie wurde bei der großen Razzia im September 1942 verhaftet und vom Lager Drancy mit einem der letzten Transporte nach Auschwitz deportiert. Genaueres über die Razzien 1942 /43 in Südfrankreich erfährt die interessierte Leserin in der Biografie von Beate und Serge Klarsfeld: „Erinnerungen“.
Wer eine Sache kaputt macht und Haftpflicht versichert ist, denkt in aller Regel, dass eben jene Versicherung den Schaden übernimmt. Wozu hat man sie sonst. Aber dem ist nicht immer so. Jedenfalls wenn man bei der VHV ist.
Letztens lieh ich mir eine Backform aus Kunststoff, die mir in meiner Küche aus der Hand fiel und kaputt ging. Wäre sie in der Küche von irgendjemand anderem kaputt gegangen, dann hätte die Versicherung gezahlt. Die Besucherin ist versichert. In der eigenen Küche sind geliehene Sachen nicht so ohne weiteres versichert.
Aus Ärger hab ich erstmal die VHV Versicherung gekündigt. Die Schlauberger haben ja genug Kunden, die brauchen mich nicht. Und bei der Suche nach einer neuen Versicherung, fand ich tatsächlich eine, die nicht nur kostengünstiger ist, sondern auch Geliehenes nicht generell ausschließt. Also: DANKE VHV!
