
Neujahr 2021

Wie ich die Großstadt hinter mir ließ und an die Küste zog

Nachdem wir gestern mit einer Inzidenz von fast 100 auf Platz 305 der bundesweiten Hotspotliste lagen, reguliert sich jetzt das Geschehen auf normale Zahlen: 13 neue Positive und ne Inzidenz von 77 – da sind schon mal 50 Positive aus den letzten 7 Tagen rausgefallen. Ich war schon am Überlegen welchen Betrieb bzw. welches Altenheim Corona erwischt hat. Heute liegen wir auf Platz 355 – hinter Neukölln und Neu-Ulm und vor Treptow-Köpenick.
Auf der anderen Seite waren auch viele Menschen hier oben zu Besuch und haben bestimmt auch das eine oder andere Virus als Weihnachtsgeschenk dabei gehabt. „Prosit Corona!“ weiterlesen
Was wohl wirklich hinter der Weigerung der s-a CDU steckt, 86 Cent mehr für ARD, ZDF und DLF springen zu lassen, werden wir erst später erfahren. Auf jeden Fall macht es Rechtsauslegern immer wieder Spaß in der Rolle des „allein gegen alle“ diesen „alle“ seinen Minderheitenwillen aufzudrücken. Denn noch ist die AFD nicht mehrheitsfähig. Und 25 % sind nicht 50! Aber was Polen und Ungarn oder Trump im Großen können, will der kleine Williwichtig der s-a CDU aus dem Medienausschuss auch können: vor allem sich an seiner eigenen Großartigkeit berauschen. Tja, nun wurde einer der Drahtzieher abberufen. Mein spezieller Freund Stahlknecht Ruprecht (sorry heute show: das muss ich einfach klauen), dem nicht nur gendergerechte Sprache ein Graus ist, sondern auch Frauen, wie die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen im Magdeburger Landtag. Aber dass man den Vorsitzenden des Bundesrats nicht einfach meucheln kann, das hätten der Herr Staatsanwalt und seine Kumpane eigentlich wissen müssen.
Ich frage mich nur, wer denn das eine Drittel der CDU-Fraktion ist, das nicht mehr im nächsten Landtag vertreten sein wird.
Natürlich dreht sich die Welt weiter auch ohne Dr. Titel. Auch wenn Springers „welt“ ganz vorne sitzt beim großen Halali gegen die eventuelle künftige Regierende Bürgermeisterin. Die Berliner CDU witterte eine Chance Giffey was am Zeug zu flicken. Die Partei selber ist seit den Zeiten der Herrn Diepgen und Landowski – sprich seit der Berliner Bankenaffaire – ziemlich weit weg vom Schuss. Also muss gegen eine aussichtsreiche Kandidatin Stimmung gemacht werden und das geht meistens ziemlich gut mit Gutachten. So auch jetzt. Die FU fand die Angelegenheit nicht wirklich schwerwiegend – hat das aber nicht expressis verbis gesagt – und da wird nun der Hebel gesehen. Durfte die Universität rügen oder nicht. Der CDU Gutachter sagt „nein“, weil es nicht vorgesehen ist. Battis, der Gutachter der FU sagt, in minderschweren Fällen kann man zum Mittel der Rüge greifen. Nun muss die FU den „minderschweren Fall“ aber erst einmal feststellen. D.h. erneute Prüfung. Die SPD ist wahrscheinlich froh, dass das ganze Theater jetzt über die Bühne geht. Bei der Wahl zur Landesvorsitzenden Ende November wird ja nichts schief gehen. Und wie aus dem Lehrbuch des Reputationsmanagements erscheinen nun Zeitschriftenartikel, die diese Schmierenkomödie entsprechend aufspießen.
Allerdings gilt auch für Politikerin Giffey: wer sich auf den Markplatz stellt, muss sich nicht wundern, dass die Hunde ihre Bein heben…..u.a. der nicht mehr im grellen Rampenlicht stehende Herr Kubicki.
Aber Franziska Giffey ist es gewöhnt, dass merkwürdige Steine in ihrem Weg liegen. Wer hätte gedacht, dass aus der – immer nicht ganz für voll genommenen – Sozialstadträtin einmal eine Bezirksbürgermeisterin und Bundesministerin wird. Nun findet die CDU nichts anderes als wachsweiche Plagiatsvorwürfe, an denen offensichtlich nichts dran ist.