Böller oder Kleinkrieg?

Seit einigen Jahren wird Feuerwerk als Waffe eingesetzt. Besonders gerne in Berlin. Es ist bestimmt bald 15 Jahre her, dass ich im Januar mit Knallern aus den Fenstern von Mehrfamilienhäusern in der Katzlerstraße in Berlin beworfen wurde. Es war einer von mehrere Gründen, warum ich danach lieber mit dem Auto zur Arbeit fuhr – es war einfach sicherer, wenn man in einer unsicheren Gegend wohnt. Dann wurde die Böllerrei in Fußballstadien so gefährlich, dass sie verboten wurde. Man sieht, es geht. Nur auf den Straßen bleiben die Waffen für den Kleinkrieg gegen Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei und Passanten erlaubt.  Warum? Nur weil Testosteron und Geschäftemacherei so gut zusammenpassen beim Feuerwerk?
Dienst im Krankenhaus an Silvester war früher auch schon eine besondere Herausforderung: gegen 20.00 Uhr kamen die Ersten zum Magen auspumpen und dann immer mehr mit verletzten Händen.
Dass ich jemals bei einer Unterschriftenaktion der Polizei mitmachen würde, hätte ich auch nicht gedacht. 2025 ist es soweit. Ich kann die Befürchtungen von Polizei und Rettungskräften verstehen. Deshalb: organisierte Feuerwerke an zentralen Orten und kein Geballere unkontrolliert die ganze Nacht! Stichwort Kugelbomben.

Wer bekommt die Rute?

Zwischen Nikolaustag und Weihnachten ist die richtige Zeit, um Ruten zu verschenken. Vor allem kranke und arme Menschen bekommen Hiebe statt Liebe. Der Verein „sanktionsfrei“ hat mal zusammen gestellt, was da am 10. Dezember von unseren sogenannten  MittelständlerInnen von CDU und SPD so alles beschlossen wird in Sachen Drangsalierungen: „Wer bekommt die Rute?“ weiterlesen

Bauernopfer BBC

Auch nach fast fünf Jahren kann einem die Arbeit als JournalistIn noch auf die Füße fallen. Vor allem, wenn es um die neue Ausrichtung des Senders geht und ein Machtkampf in den Gremien tobt. Wenn dann noch in konzertierter Aktion rechte Zeitungen und rechte Gremienmitglieder in Washington die große Glocke läuten, dann erklärt es auch, warum die Trump Leute erst jetzt gegen die BBC vorgehen. „Bauernopfer BBC“ weiterlesen

9. November

Am 9. November ist viel Geschichte gemacht worden: 1848 wurde Robert Blum hingerichtet. Er hat für die Demokratie gekämpft und schon damals gab es viele, die das nicht gut fanden. 1918 wurde die Republik ausgerufen und auch das fanden viele gar nicht gut. 1923 versuchte ein gewisser Herr Hitler sich an die Macht zu putschen. Das fanden ebenfalls viele nicht gut und vereitelten mit einem Generalstreik die Pläne der Faschisten. Dann war  ihnen aber doch die Macht übergeben worden und 1938 bekamen vor allem jüdische Menschen in der Reichspogromnacht zu spüren, was es heißt, wenn der rechte Mob von der Leine gelassen wird. Und dann sind wir schon 1989 als die Ostler die Mauer zu Fall brachten. Das fanden viele zuerst ganz gut, mit der Zeit werden es immer weniger. Und auch hier geht es um die Frage Demokratie oder Faschismus.
Ich weiß noch genau, was ich am Donnerstag, den 9.11.1989 abends gemacht hab. „9. November“ weiterlesen