Immer wieder Afghanistan

Es ist schon eine Weile her, dass ich mit regelmäßig mit der Lage in Afghanistan beschäftigt habe. Ob es die RAWA Frauen noch gibt, mit denen ich Anfang der „Nullerjahre“ mehrere Beiträge gemacht habe? Eine meiner Interviewpartnerinnen jedenfalls gibt es nicht mehr. Sie hat ein tragisches Ende genommen. Ich will das nicht weiter ausführen, weil ich, wie die anderen auch, nur auf  Spekulationen angewiesen bin. Auf jeden Fall haben einige Menschen – Freundinnen und Freunde – von Mariam Notten am 7. März eine Traueranzeige in der TAZ geschaltet. Was sie ausgezeichnet hat, wird ein wenig in einem meiner Beiträge mit ihr deutlich. Ich weiß nur noch, dass ich es ausgesprochen abenteuerlich fand mit ihr in Berlin zur Bank zu gehen und jede Menge 500 Euro Scheine abzuholen, die sie dann in der Provinz Nimroz für Projekte wie Toiletten für eine Schule und Werkstätten für Frauen investierte. Nimroz liegt an der Grenze zum Iran.

Der Beitrag, Die Reise nach Nimroz, findet ihr hier: „Immer wieder Afghanistan“ weiterlesen

Wie weit noch nach rechts ?

Noch vor vier Jahren war der Mainstream empört, als Frauke Petry und Beatrix von Storch forderten, „notfalls“ Waffengewalt gegen Geflüchtete an den Grenzen einzusetzen, u.a. a. auf Kinder schießen zu lassen. Heute ist das „leider, leider“ in Ordnung. Im Jahr 2020 empfindet die politische Klasse sich sogar solidarisch, wenn mit Tränengas und rechten Schlägertrupps (auch aus Deutschland) Menschen in Not drangsaliert werden. Ist ja auch gefährlich, wenn man da nicht mitmacht. Wer von diesem modernen Mainstream abweicht, wird bei uns mit dem Tod bestraft – wie der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübke im Juni 2019. Der Täter konnte „leider, leider“ bislang noch nicht ermittelt werden.

Hasankeyf versinkt

Vor ungefähr 14 Jahren war ich mit einigen Kolleginnen im Osten der Türkei auf Recherchereise. Wir wurden – wie damals alle westlichen JournalistInnen auch in eine kleine Stadt am Tigris geführt: nach Hasankeyf. Die Stadt liegt im Flusstal begrenzt durch eine hohe Steilwand, in der sich antike Wohnhöhlen befinden.

Hasankeyf im Tigristal

Dieses alles sollte – wie mit ausladender Handbewegung gezeigt wurde – überflutet werden und in einem Stausee versinken. Unserer türkischen Kollegin war besonders wichtig, dass wir Westlerinnen begriffen, was da geplant war. Denn die Gelder  für das Projekt „Ilisu-Staudamm“ kam zum großen Teil aus Deutschland. Dieser Geldsegen konnte tatsächlich gestoppt werden. 2008 zogen sich die westlichen Finanziers zurück. Das führte allerdings nur zu einer zeitlichen Verzögerung, denn die türkische Regierung interessierte es nicht, was da alles auf nimmer Wiedersehen überflutet wird. „Hasankeyf versinkt“ weiterlesen

Enteignung der inneren Organe geplant

Nichts weniger als die Enteignung der inneren Organe von lebenden Menschen haben die sogenannten Gesundheitspolitiker Spahn und Lauterbach vor.
Ich kann mich nur dem anschließen, was Heribert Prantl schreibt: eine Spende ist freiwillig. So verkniffene Zeitgenossen wie Jens Spahn ist das zu viel Liberalität. Der glühende Abtreibungsgegner  verweigert ja auch schwerkranken Menschen die Anwendung der BGH-Rechtsprechung in Sachen freiwilliger Suizid. Vielleicht sollten die Totkranken ihre Organe Herrn Spahn und den anderen Geschäftemachern zur Verfügung stellen, vielleicht klappt es dann schneller mit selbst bestimmten Ableben. Organe braucht man schließlich immer. „Enteignung der inneren Organe geplant“ weiterlesen