Leipziger Allerlei

Prügelbrigaden aus 11 Bundesländern werden von der Leine gelassen, um Kindern und ihren Eltern den Glauben an den Rechtsstaat auszutreiben. Scheint – zumindest teilweise –  gelungen zu sein.  Wobei meine Generation auch durch den Polizeiknüppel sozialisiert wurde – und hat es uns geschadet?  Wir wussten irgendwann, dass Telefonnummern von AnwältInnen zum Demogepäck gehören und vor allen Dingen Ortskenntnisse essentiell sind. Damit man eben genau nicht in so einen Kessel gerät. Polizeikessel, bei denen jeder mal sein Mütchen an den  Eingekesselten kühlen kann, gehören ja zum Krieg gegen die Bevölkerung: ob genau vor 10 Jahren in Frankfurt bei der Blockupy-Demo oder – auch so was Rechtsstaatliches – in Hamburg bei G20. Nun also Leipzig. Alle Kessel sind rechtswidrig – das weiß auch die Polizei. Interessiert das jemanden? Nicht wirklich.
Aber der Leipziger Kessel hat ja noch was Gutes: er peppt die polizeiliche Kriminalstatistik auf. Nicht immer nur rechte Gewalt – is ja öde. Nein – nun schaffen wir 1000 Ermittlungsverfahren auf einen Schlag in der Abteilung „linke Gewalt“.  Besonderer Hohn: diese 1000 Verfahren betreffen Leute, die gegen Rechte Gewalt demonstriert haben. Das hat doch was.  Nun ist klar: gegen Rechts darf nicht demonstriert werden. Das ist ein Tatbestand, der bestraft gehört. Und wehe, wenn man in die Mühlen der Justiz gerät und als Präzedenzfall für die vereinfachte Anwendung des – altbekannten – § 129 – herhalten muss.  Dann kann man schon mal fünf Jahre und 3 Monate in den Bau wandern und die Bundesanwaltschaft und die Bundesinnenminsterin und und und …..fabulieren von der zunehmenden linken Gewalt. Und schon schließt sich der Kreis: Ein umstrittenes Urteil – Demonstrationen dagegen – Kessel – 1000 Ermittlungsverfahren – Quod erat demonstrandum!

 

Viele Hunde sind ……

des Hasen Tod. Oder wie es im Fall von Herrn Graichen heißen muss: zu wenige Hunde – sprich die Stimmenverluste in Bremen – sorgen nun für die Notbremse aus der grünen Parteizentrale. Denn unser aller Robert Habeck hätte seinen Kumpel nicht fallen lassen. Aber anstatt der Herr STS selbst das Heft des Handels in die Hand nimmt „und Schaden von seinem Minister und der Partei nehmen will“ und  zurücktritt, lässt er sich rausschmeißen: „in den einstweiligen Ruhestand versetzen bei versüßenden Bezügen“. Wenn er selbst gegangen wäre, hätte er wohl nur noch als Projektauftragnehmer weiter finanziert werden können von Kumpel Robert. Aber auch das hätte ihm 6-stellige Jahresbezüge gesichert. Verhungern sieht anders aus. Tja, wir dürfen gespannt sein, wer aus dem weitverzweigten Clan  nun STS wird.

Der Tod wartet nicht auf Genehmigung

Wenn ich nicht gerade in einer ähnlichen Situation gewesen wäre, hätte ich dieses Stück aus dem Tollhaus des deutschen Gesundheitswesens nur schwer glauben können.
Auf der Plattform apotheke adhoc war folgendes zu lesen: „Zur palliativen Sedierung am Lebensende wird häufig Midazolam eingesetzt – anders lassen sich Symptome wie Angstzustände, Atemnot, Schmerz und Übelkeit oft nicht mehr wirksam behandeln. Patient:innen in Pflegeheimen werden oftmals von einem Palliativteam (SAPV) betreut und bekommen die entsprechenden Medikamente zur Injektion über diesen Dienst verordnet.„In diesem Fall handelte es sich um eine sehr kranke Patientin, die Midazolam zur Injektion verordnet bekam, weil sie bereits im Sterben lag“, so Heidl. Üblicherweise gibt es auf den Pflegestationen keine Möglichkeit, ein sogenanntes „Sprechstundenbedarf-Rezept“ auszustellen. „Also verordnet das Palliativteam Einmalspritzen à 2 ml und die passenden Kanülen dazu“, so die Apothekerin. Das Problem: „Dummerweise sehen die Lieferverträge die Verordnung dieser Art von Spritzen und Kanülen für Endverbraucher nicht vor. Es wird ein Kostenvoranschlag gefordert.“
Am besten noch europaweit ausschreiben……
„Der Tod wartet nicht auf Genehmigung“ weiterlesen