Der Bodycount ergibt: 7 Tote, 4000, Infizierte davon haben wir 4 im Landkreis: alle Schulen und Kita zu, kein Theater, keine öffentlichen Veranstaltungen, kein Sport usw. Klopapier nach wie vor Mangelware. Online gibt es nur feuchtes Klopapier. Meine DM-Sorte gibt es nur in Kiel über 30 Pakete! Aber weder in Flensburg noch in Husum gibt es was. In Bredstedt auch nicht. Noch nicht einmal Tempotaschentücher bekommt man. Trotzdem behaupten die Einzelhändler: es gibt keine Engpässe.
Corona
Nun sind die Grenzen dicht: DK und Norwegen lassen keine Touris mehr rein. Erste Verdachtsfälle in LKR SL-FL: vorgestern Schulschließungen in Schafflund und Handewitt – nun sind alle Schulen inkl. Sporthallen zu. Kita Lindewitt ebenfalls dicht. Nach wie vor wird Klopapier gehortet. Rossmann in Bredstedt bekommt laufend Ware, aber es ist so schnell weg, dass es gar nicht mehr eingeräumt wird.
Corona italien style – in DK
Da hilft der ganze schöne Schweinezaun nichts: ein Italienrückkehrer Ende Februar sorgte für den 1. Corona Fall in Dänemark. Danach breitete sich nicht die afrikanische Schweinepest aus, sondern das Corona Virus mit der Folge, dass 3 Wochen später über 600 Menschen infiziert sind. Nun drehen die Dänen am Rad und kaufen wie die Hamster die Läden im norddeutschen Grenzgebiet leer: Klopapier, Trockenhefe und Ravioli in Dosen zählen zu den gefragten Waren des täglichen Bedarfs.
Merke: Auch in der Katastrophe achtet der Mensch auf die Preise und das Währungsgefälle.
Und Schleswig-Holstein darf sich auf steigende Infiziertenzahlen am Ende der Osterferien vorbereiten, wenn die Reisenden aus Dänemark zurückkommen. Es wird sicherlich ähnlich wie in Italien keine Reisewarnung geben…..
Aufreger 2011
Schon in vergangenen Zeiten gab es Aufreger. Ich kann mich noch gut an den 11. bzw. den 12. März erinnern, als in Japan das Atomkraftwerk Fukushima in die Luft flog: ein Super-Gau inklusive Vertuschungen und Herunterspielen der Gefahren. Alle sollten ruhig bleiben…..nach dem Motto: Kernschmelze so was gab es doch höchstens in Tschernobyl – aber doch nicht in einem westlichen Industrieland.
Heute ist klar, dass durch vertuschte Bau- und Konstruktionsmängel die Katastrophe ihren Lauf nahm. Tausende wurden evakuiert und die Bevölkerung sollte aber weiter verstrahltes Obst und Gemüse aus der Gegend essen….!
„Der Ingenieur Mitsuhiko Tanaka war 1974 am Bau eines Stahldruckkessels für Hitachi führend beteiligt, der sich heute im Reaktorblock 4 befindet. Er erklärte im März 2011, der Kessel habe sich bei der Herstellung verzogen. Er habe geholfen, dies zu vertuschen, um die gesetzlich verlangte Verschrottung des 250 Millionen US-Dollar teuren Kessels zu umgehen. Dafür habe er einen hohen Jahresbonus und eine Verdienstmedaille von der Firma erhalten. 1988 habe er den Konstruktionsfehler des Kessels der Regierung Japans gemeldet. Hitachi habe seinen Bericht bestritten, und die Regierung habe eine Untersuchung abgelehnt. Seit einem Treffen mit Tanaka 1988 hielt Hitachi daran fest, dass der Kessel kein Sicherheitsproblem darstelle. Fukushima I sei ein „Übungskurs für Toshiba und Hitachi gewesen, um auf der Basis von Versuch und Irrtum General Electrics Kraftwerksdesign kennenzulernen“.