Corona äh

Der 4. Tote in Deutschland bzw. in Ba Wü kam aus dem Kongo. Im Kongo grassiert so ziemlich alles, was gut und teuer ist. Der Mann war 67 – eigentlich kein Alter, um an einer Infektion zu sterben. Genauso wenig wie der Feuerwehrmann aus Lauenburg. Der war 60 und starb auf einer Nilkreuzfahrt. Nilkreuzfahrten sind allerdings sowieso gefährlich – vor für ältere Menschen – weil man sich dort schnell eine starke Durchfallerkrankung einfangen kann und dann noch Corona – dann sieht es schlecht aus.

Immer wieder Reiserückkehrer – so wie der Mann in Handewitt. Er kam aus Österreich.

Nur gut, dass die USA jetzt keine Menschen mehr aus dem Schengenraum einreisen lassen. Irgendwann wird es auch dem letzten einfallen, dass man mal ne Weile mit dem Hintern zu Hause bleiben muss.

Aber hat man mal einen Verdachtsfall, dann funktioniert die Hotline 116117 nicht. Und Krankenhäuser lassen selbst Menschen, die als Sonderfall eingeliefert werden, i, normalen Wartezimmer sitzen und schicken sie dann unbehandelt nach Hause – aus mit 40 Fieber – vor allem wenn es Kinder sind.

 

Immer wieder Afghanistan

Es ist schon eine Weile her, dass ich mit regelmäßig mit der Lage in Afghanistan beschäftigt habe. Ob es die RAWA Frauen noch gibt, mit denen ich Anfang der „Nullerjahre“ mehrere Beiträge gemacht habe? Eine meiner Interviewpartnerinnen jedenfalls gibt es nicht mehr. Sie hat ein tragisches Ende genommen. Ich will das nicht weiter ausführen, weil ich, wie die anderen auch, nur auf  Spekulationen angewiesen bin. Auf jeden Fall haben einige Menschen – Freundinnen und Freunde – von Mariam Notten am 7. März eine Traueranzeige in der TAZ geschaltet. Was sie ausgezeichnet hat, wird ein wenig in einem meiner Beiträge mit ihr deutlich. Ich weiß nur noch, dass ich es ausgesprochen abenteuerlich fand mit ihr in Berlin zur Bank zu gehen und jede Menge 500 Euro Scheine abzuholen, die sie dann in der Provinz Nimroz für Projekte wie Toiletten für eine Schule und Werkstätten für Frauen investierte. Nimroz liegt an der Grenze zum Iran.

Der Beitrag, Die Reise nach Nimroz, findet ihr hier: „Immer wieder Afghanistan“ weiterlesen

Wie weit noch nach rechts ?

Noch vor vier Jahren war der Mainstream empört, als Frauke Petry und Beatrix von Storch forderten, „notfalls“ Waffengewalt gegen Geflüchtete an den Grenzen einzusetzen, u.a. a. auf Kinder schießen zu lassen. Heute ist das „leider, leider“ in Ordnung. Im Jahr 2020 empfindet die politische Klasse sich sogar solidarisch, wenn mit Tränengas und rechten Schlägertrupps (auch aus Deutschland) Menschen in Not drangsaliert werden. Ist ja auch gefährlich, wenn man da nicht mitmacht. Wer von diesem modernen Mainstream abweicht, wird bei uns mit dem Tod bestraft – wie der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübke im Juni 2019. Der Täter konnte „leider, leider“ bislang noch nicht ermittelt werden.