Ida Pfeiffer – Reisende des Biedermeier

Am Montag, den 15.10. 2018 um 9.05 wiederholt der Bayerischen Rundfunk  auf BR2 meine Sendung über Ida Pfeiffer. Die Sendung ist danach in der BR-Mediathek zu hören.
Ida Pfeiffer reiste in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch bis dahin unbekannte Gegenden der Welt, tat sich mit Missionaren und anderen Männern zu Reisegemeinschaften zusammen, traf vermeintliche Menschenfresser – zu ihnen fuhr sie allein, weil die Männer Angst vor dem Volksstamm hatten, sie korrespondierte mit Alexander von Humboldt, stritt sich mit der österreichischen Regierung um Reisezuschüsse und brachte unbekannte Tiere und Pflanzen mit nach Hause. Und sie wollte nicht akzeptieren, dass Menschen nur wegen ihrer unterschiedlichen Hautfarbe nicht die gleichen Rechte haben sollten. In der Zeitschrift „Unterhaltungen am häuslichen Herd“ war als Ankündigung für einen Vortrag zu lesen, „dass die Reisende von der Geografischen Gesellschaft Berlins berufen wurde, um vor jener „für die Wilden“ zu plädieren“.
„Der Weiße verlangt nach den Weibern und Töchtern der Wilden, er verhöhnt sein heiligstes, seinen Glauben, seine Götter. Er betrügt, übervorteilt ihn, wo immer er es nur vermag, ja, wenn es in seiner Gewalt liegt, jagdt er ihn von seinem heimathlichen Boden. Jede Regierung, sie mag englisch, holländisch, amerikanisch oder wie immer heißen, hat bei Eroberungen nichts anderes in Sicht als aus Land und Leuten zu ziehen und zu pressen, was nur möglich ist.“

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219a – der Kampf geht weiter

Wie einen Ehrentitel soll sie das Urteil tragen, hatte der Gießener Richter zu Kristina Hänel am Ende der Urteilsverkündung am 12.Oktober 2018 gesagt. Nun ja. Der Kampf geht in die nächste Runde. Der Weg hätte abgekürzt werden können, wenn der Richter der Verteidigung gefolgt wäre und das Urteil ausgesetzt hätte und somit den Weg direkt zum Bundesverfassungsgericht freigemacht hätte. Hat er aber nicht – vielleicht ist dieser Schachzug gar nicht so dumm. Denn so bleibt der Ball im Feld der Bundesregierung und die SPD-Ministerinnen Barley und Giffey müssen handeln. Die Rolle der unsachlichen Retro-Politiker spielen einmal mehr die Problembären der CSU und hinter ihnen die katholische Kirche. Für eine Kirche, deren Repräsentanten Kinder so sehr lieben wie die katholischen Priester, für die ist eine Abtreibung des Objekts ihrer Begierde, natürlich eine große Sünde!