Seit einigen Jahren wird Feuerwerk als Waffe eingesetzt. Besonders gerne in Berlin. Es ist bestimmt bald 15 Jahre her, dass ich im Januar mit Knallern aus den Fenstern von Mehrfamilienhäusern in der Katzlerstraße in Berlin beworfen wurde. Es war einer von mehrere Gründen, warum ich danach lieber mit dem Auto zur Arbeit fuhr – es war einfach sicherer, wenn man in einer unsicheren Gegend wohnt. Dann wurde die Böllerrei in Fußballstadien so gefährlich, dass sie verboten wurde. Man sieht, es geht. Nur auf den Straßen bleiben die Waffen für den Kleinkrieg gegen Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei und Passanten erlaubt. Warum? Nur weil Testosteron und Geschäftemacherei so gut zusammenpassen beim Feuerwerk?
Dienst im Krankenhaus an Silvester war früher auch schon eine besondere Herausforderung: gegen 20.00 Uhr kamen die Ersten zum Magen auspumpen und dann immer mehr mit verletzten Händen.
Dass ich jemals bei einer Unterschriftenaktion der Polizei mitmachen würde, hätte ich auch nicht gedacht. 2025 ist es soweit. Ich kann die Befürchtungen von Polizei und Rettungskräften verstehen. Deshalb: organisierte Feuerwerke an zentralen Orten und kein Geballere unkontrolliert die ganze Nacht! Stichwort Kugelbomben.