Der Osten macht blau

Wir befinden uns im Jahr 2025 nach Christus. Der ganze Osten ist blau? Nein! Drei einzelne unbeugsame Wahlkreise widerstehen der blauen Welle und weisen eine andere Farbe auf: Potsdam „rot“, Leipzig „dunkelrot“ und Erfurt ebenfalls „dunkelrot“. Und wer jetzt im schwarzen Westen sich beruhigt zurücklehnt, dem bzw. der muss man sagen, dass z.B. in NRW  zahlenmäßig so viele Menschen AFD gewählt haben wie in S-A, Thüringen und Sachsen zusammen. Und nur weil immer weniger Menschen den Osten bevölkern, fallen die Stimmen für Völkischen prozentual so unerfreulich hoch aus. Wahrscheinlich wird Sachsen-Anhalt das erste Bundesland mit einem blauen Ministerpräsidenten sein. Denn die Zahl derjenigen, die das Wahlprogramm der AFD lesen, wird nicht steigen und so läßt sich erklären, warum Eltern von behinderten Kindern dieser behindertenfeindlichen Partei ihre Stimme gebe und auch Migranten gerne ihr Kreuz bei der weißen Männerpartei machen. Aber wie sagte schon Bert Brecht: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!“ Gut dass es bis zu einem neuen „33“ noch ein wenig Zeit ist und auch die österreichische Nachbarschaft hat nochmal die Kurve gekriegt – farbtechnisch jedenfalls. Ob auch politisch-inhaltlich – das wird man sehen.

Quoten nicht nur für Waffenhändler

„Seit 2022 sinkt der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kontinuierlich. Im Haushaltsentwurf 2025 sind 10,28 Milliarden Euro vorgesehen – 940 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Mit unserer Kampagne zur Bundestagswahl rufen wir gemeinsam mit anderen starken Stimmen aus der Zivilgesellschaft dazu auf, dass Deutschlands internationale Verpflichtung,  0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes  für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit bereitzustellen, verbindlich im kommenden Koalitionsvertrag steht – für eine starke, gerechte und stabile Welt, von der auch Deutschland profitiert.“ Schreibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung. Allerdings haben auch schon frühere Bundesregierungen es geschafft, zum Beispiel das Feldlager in Kundus in die sogenannte ODA-Quote mit hineinzurechnen. Damals hieß der Minister Dirk Niebel und trat besonders gern in Olivgrün auf. ODA – heißt: Official Development Assistance. Und da ist der orangene Quotenkönig aus USA gerade dabei, sich komplett aus dieser Quote zu verabschieden. Quoten also nicht nur für Waffenproduzenten, sondern auch für deren Opfer!

Aufrütteln bis zum Schluss

Das hat es – glaube ich – so auch noch nicht gegeben, dass ein Biobauer, seine Kundschaft aufrütteln muss. Eigentlich sollte man/frau davon ausgehen, wer dort einkauft – wählt weder den rechten Rand noch deren Steigbügelhalter. Oh tempore, oh mores! sagte der alte Lateiner – oder die alten Römer, die gerade im Aufwind sind.
„Mit Sorge schauen wir auf die anstehende Wahl und übermitteln Ihnen/Euch unsere Grundsätze, damit noch einmal klar wird, wofür wir stehen. Um nicht nur ständig „gegen“ etwas zu sein, kurz zusammengefasst, wofür wir sind:– Mehr Klima/Naturschutz
– gerechte Verteilung und nachhaltige Nutzung unserer Ressourcen
– Toleranz, Mitgefühl, Gleichberechtigung
– Einhaltung und Durchsetzung unserer Spielregeln (gemäß dem Grundgesetz)
– Friedensorientierte Politik und Wirtschaft
– soziale Verteilungsgerechtigkeit
– angemessene Bildungsstandards
und einfach ein empathisches, friedliches Miteinander!
Liebe und gesunde Grüße vom gesamten Team Biokiste“

Wahl zum 2.

Letztens regte sich man sich bei campact auf, weil die AFD der Plattform die Gemeinnützigkeit streitig macht. Wir erinnern uns an dieses „ReMigrationstreffen“ mit den Identitären aus Österreich in Potsdam.
Nun muss man/frau  gar nicht sooo weit nach rechts gucken. Die CDU ist auf einem ähnlichen Weg. Dort ärgerte man sich nach dem Coup mit der AFD, dass sie als rechte Steigbügelhalter und Brandmauereinreißer gegeißelt  wurden. Und flugs wurde klar gemacht: wer die CDU kritisiert, dem muss die Gemeinnützigkeit aberkannt werden. So weit, so kleinkariert. Da war auch schon unser aller Bundeskanzler Scholz längst unterwegs: Attac war das erste Opfer der finanziellen Zensurbehörde. Merke: Steuervergünstigungen nur für große Betrüger wie Cum cum und Cum Ex Banken und für Privatflieger wie ein gewisser Herr Merz. Oder in Abwandlung eines Zitats von Hermann Göring: „Das deutsche Volk wird doch seinem künftigen Kanzler nicht das steuerbefreite Flugbenzin neiden“.
Temporibus mutatione et cum illis – die Zeiten ändern sich und wir mit ihnen.