Mit immer mehr Waffen wurde noch nicht all zu viele Kriege beendet. Allerdings ein sehr prominenter und zur Zeit wieder allgegenwärtig: der 2. WK gegen Deutschland und die Verbündeten. Aber dass darf ja heute gar nicht mehr gesagt werden: die Russen waren es, die dem Hitler-Deutschland den Rest gaben. Und feiern dürfen die Veteranen das auch nicht (findet die Bildzeitung) und in 20 Jahren wird es auch niemand mehr wissen, wenn der Geschichtsrevisionismus so weiter voranschreitet.
Ich kann mich nur Bertha von Suttner anschließen, die vor allem nach Bismarcks Reichseinigungskriegen ihr Buch: die Waffen nieder! schrieb.
Sie starb noch vor Ausbruch des 1.WK.
„Die Waffen nieder!“ – Bertha von Suttner, Bestsellerautorin und Friedensaktivistin
Als Bertha von Suttner am 21. Juni 1914 stirbt, geht ein Leben zu Ende, das auch als Vorlage für ein Hollywoodepos hätte dienen können. Sie wählt Abenteuer und Unsicherheit an der Seite des geliebten Partners und nicht das sorgenfreie Leben als Ehegattin eines reichen Mannes. Ihr Antikriegsroman „Die Waffen nieder!“ macht sie Ende des 19.Jahrhunderts zur bekanntesten Frau ihrer Zeit:
„Bertha von Suttner war eine emanzipierte Adelige, die von einem Partygirl zur Gallionsfigur der bürgerlichen Friedensbewegung vor dem 1. Weltkrieg wurde. Sie war eine Frau mit einer großen Mission und mit dem unbedingten Glauben daran, dass die Welt, den Krieg als Mittel der Politik im 20. Jahrhundert abschütteln würde.“
So charakterisiert die Politologin Michaela Karl Bertha von Suttner. Michaela Karl ist Lehrbeauftrage für Politische Theorie an der Hochschule für Politik in München. Im Buch „Streitbare Frauen“ hat sie sich ausführlich mit der bedeutenden Pazifistin beschäftigt.