Ostern 2020

Wenn es schon keine echten Kiebitzeier gibt, dann wenigstens welche aus Marzipan. Diese kleinen Dinger gehören zur österlichen Grundausstattung seit ich im Einzugsbereich von Arko lebe!
Die echten Kiebitze haben hier auf der Geest ein schweres Leben. Die Äcker sind meist intensiv bewirtschaftet, da ist kein Platz für Bodenbrüter. Allerdings an den Wanderuper Baggerseen gibt es sie noch – die schwarz-weißen Gaukler mit ihrem markanten: kiwiiikiwitt.
Und heute am 16. April habe ich tatsächlich die ersten beiden Kiebitze bei uns gesehen!!! Im letzten Jahr waren sie schon am 25. Februar hier und dann auch noch in einem kleinen Schwarm von immerhin 10 Vögeln!

 

Corona: Frauen und Kinder…

…wie immer zuletzt. In Polen wird im Windschatten des Corona-Kontaktverbots das ohnehin schon menschenverachtende Abtreibungsgesetz so verschärft, dass für alle Frauen klar ist: Verhütung, Verhütung und nochmals Verhütung. So wie eine Frau schwanger ist und sich einen Arzt nicht leisten kann, muss sie die Schwangerschaft austragen – auch wenn es ihr eigenes Leben kostet. So will es der parlamentarische Arm der misogynen polnischen Gesellschaft die klerikalfaschistische PIS Partei. „Corona: Frauen und Kinder…“ weiterlesen

Cyprus corona-style

Corona ermöglicht in diesen Wochen vielen Menschen das zu tun, was sie schon immer mal tun wollten, sich aber nicht wirklich trauten. Über Herrn Orban in Ungarn, der mit einem Ermächtigungsgesetz, das öffentlich gemacht hat, was er praktisch schon seit einigen Jahren veranstaltet: nämlich eine Alleinregierung – vulgo Diktatur sponsert by EU-SteuerzahlerInnen, regen sich einige Menschen auf. Auch über die Entscheidung der griechisch-zypriotischen Regierung einfach mal 4 der 9 Grenzübergänge – „wegen Corona“ – zu schließen, regten sich Menschen auf. Im Gegensatz zu Ungarn wurde in Nikosia wenigsten protestiert. Die Regierung im Inselsüden war von der Grenzöffnung in 2003 – nicht begeistert. Einseitig hatte  die türkisch-zypriotische Seite einige der alten Straßenverbindungen geöffnet. Die griechische Seite warnte alle Einheimischen und Touristen davor, in den Norden zu gehen.  Das sei nicht erlaubt – wurde dumpf gemunkelt und sogar damit gedroht die Touris nicht wieder in den Südteil reinzulassen. Das hatte nichts genützt, der Grenzverkehr von hüben nach drüben wurde normal – 17 Jahre lang. Bis jetzt –  Corona  sei Dank – zum Schutz vor Infektionen sind seit dem 28. Februar 4 Übergänge wieder zu. Besonders ärgerlich für die Zyprioten ist die Schließung der Übergangs in Zentrum von Nikosia in der Ledra-Street. Jetzt muss man wieder den weiten Weg (wie früher) über den Ledra-Palace nehmen. Das war bis 2003  der einzige Übergang, der z.B. von Touristen benutzt werden konnte. Vergleichbar mit dem Checkpoint Charlie mitten in Berlin. Es gab sogar eine Möglichkeit in die ansonsten abgeschirmte Pufferzone zwischen Nord und Süd reinzufahren. Im Südosten der Insel in der Nähe der britischen Militärbasis Dhekelia gab es einen Checkpoint für alle, die nach Pyla wollten. Pyla war das Dorf, in dem die meisten Treffen zwischen griechischen und türkischen Zyprioten stattfanden. Es war früher (und vielleicht auch heute noch) voller Geheimdienstzuträger. Fast jeder Bewohner stand auf der  Lohnliste irgendeines Geheimdienstes.