
Wie ich die Großstadt hinter mir ließ und an die Küste zog

Bei der Zeitungslektüre habe ich heute mal wieder herzhaft gelacht. Minister Spahn will doch allen Ernstes die Elektronische Patientenakte ohne Datenschutz und selektive Einsichtsmöglichkeiten auf den Markt bringen. Wie diverse Zeitungen auf Anfrage schreiben: Es gilt das alles oder nichts Prinzip. Entweder ich lasse zu, dass jeder mit dem entsprechenden Lesegerät die komplette Akte lesen kann oder niemand bekommt Einsicht (so wie jetzt).
Ich war schon immer gegen den Gläsernen Patienten und habe in meiner aktiven Zeit viele Beiträge dazu veröffentlicht – wie viele KollegInnen – deshalb sind ja von der ersten Idee bis heute 15 Jahre vergangen. Die FDP war ebenfalls schon immer dagegen, weil immer schon geplant war, dass irgendwo einen Generalschlüssel zur Patientenakte hinterlegt wird.
Ich verrate ja meiner Zahnärztin noch nicht einmal meinen Status als Patientin. Schon allein wegen dem Gerede auf dem Dorf. Was übrigens der Mitarbeiter meiner Krankenkasse irgendwie einsah….jedenfalls hat er es nicht rundweg abgestritten, dass so etwas möglich ist.
Das ist aber alles analog. Nun soll – nach dem Willen von Herrn Spahn alles digital öffentlich werden – na super!
Der Umgang mit dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch war schon immer der Lakmustest für alle politischen Richtungen. Je patriarchaler und je faschistoider, je mehr ist mann (und einige Frauen) gegen die Selbstbestimmung der Frauen. Nun setzen die einzelnen reaktionär regierten Bundesstaaten in den USA ihre klerikal-faschistische Politik um. Und bei der Gelegenheit kommen noch einige andere Kandidaten an Tageslicht. Z.B. Nordirland wie jetzt bekannt wurde. Einen legalen Schwangerschaftsabbruch gibt es dort nicht und bekanntlich bei uns auch nicht. Erst kürzlich durften wir mal wieder registrieren, wer hier das Sagen hat, wenn es um den weiblichen Bauch geht: die Kirchenlichter – allen voran Frau Barley, SPD. Dass der ach so christliche Herr Spahn gegen Abtreibungen ist, wundert nicht. Ihm geht es schließlich um möglichst viele Ersatzteillager auf 2 Beinen. Ob er wohl Aktien von Konzernen besitzt, die ihr Geld mit Organtransplantationen verdienen. Wie nachhaltig so eine Transplantation sein kann, wurde gerade am Beispiel von Niki Lauda bekannt. Die Lungentransplantation ermöglichte ihm ein Jahr Weiterleben. Und dafür sollen 80 Millionen Menschen zu potentiellen Organlieferanten werden?
Mehr über den Artikel 2 GG unter Kulturzeit.de und speziell ein Beitrag vom 21.05.2019.
Endlich Regen…..sagen die Leute nördlich des Kanals und besonders auf der Geest. Denn bislang machten alle Regenwolken und alle Gewitter einen großen Bogen um den Schleswig-Holsteinischen Mittelrücken. Der Boden ist so trocken, dass der Regen der Nacht sofort versickert ist. Ab Sonntag soll es noch mal ein paar Tage regnen. Nur zu. Wir sind ja nicht am Alpenrand.