Frauenstreik in Glasgow erfolgreich

Knapp vier Monate hat es gebraucht bis die Stadtverwaltung von Glasgow einsah, dass sie den weiblichen Angestellten den ihnen zustehenden Lohn nicht länger vorenthalten kann. Rund 4000 Euro pro Jahr bekamen weibliche Menschen weniger als männliche. Allerdings mussten die Männer sich solidarisieren, u.a. die  Müllarbeiter, damit die Frauen ihr Ziel erreichen konnten: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit und Nachzahlung der Lohndifferenz seit 2006. Von nichts – kommt nichts. Es war der größte Frauenstreik seit den Näherinnen von Dagenham 1968. Der Druck auf die Frauen von Unternehmerseite, Stadtverwaltung und den üblichen Verdächtigen, die das Abendland untergehen sehen, wenn Frauen genauso viel bzw. wenig verdienen wie Männer, war durchaus spürbar. Einziger Unterschied: dieses Mal waren sowohl die Gewerkschaften als auch die männlichen Angestellten der Stadt auf Seiten der Frauen und nicht gegen sie wie im Fall Dagenham. Trotzdem soll die Scotisch National Party mit dem Gedanken gespielt haben, die Antigewerkschaftsgesetze aus Margaret Thatchers Zeiten anzuwenden. Das unterblieb jedoch.
Dass die Frauen vor allem als Putzfrauen, Kantinenangestellte und in der Kranken- und Altenpflege gearbeitet haben, und damit zu den ohnehin schon schlecht bezahlten Leuten gehörten, muss – glaube ich – nicht extra erwähnt werden.
Nun muss die Stadtverwaltung von Glasgow das Geld, das sie all die Jahre  den Frauen vorenthalten hat, irgendwo herholen. Wie es heißt wird sie einen Kredit bei der BarclayBank aufnehmen und reichlich Zinsen zahlen. Vielleicht erhofft man sich im Rathaus, dass die Frauen am Ende wenigstens ein schlechtes Gewissen bekommen, ob ihres Sieges.

 

Frühling im Hochwinter

Seit Freitag, den 15. Februar herrscht hier Frühling mit Temperaturen bis zu 11 Grad und wenig Wind, so dass die Märzbecher innerhalb der drei Tage aufgeblüht sind. Schneeglöckchen und Winterlinge blühen sowieso schon seit Januar.

In diesen warmen Tagen blühten auch die Krokusse auf und wurden von den ersten Bienen besucht. Auch einen Zitronenfalter haben wir bei seinem ersten Frühlingsausflug beobachten können. Die Kehrseite des milden Winters: unsere Hunde haben die erste Zecke mit nach Haus gebracht, und mindestens einen Floh……

 

 

 

 

5 Millionen für Abtreibungsgegner

5 Millionen Euro möchte Jens Spahn von SPD-Finanzminister Scholz für sein Steckenpferd die Verhinderung von Abtreibungen haben und er bekommt sie auch. Was um alles in der Welt will er für jährlich 1,25 Mio Euro erforschen lassen? und vor allem von wem? Wenn man überlegt, dass jede 2. ungewollte Schwangerschaft auf ein versagendes Kondom zurückzuführen ist, wäre das Geld sinnvoller in der Verhütung und der Aufklärung der Menschen im gebärfähigen Alter angelegt, als in so einem ideologischen Forschungsprojekt.

Außerdem haben wir in den 70er Jahren gesagt, eine ungewollte Schwangerschaft ist ein Zeichen für Gewalt in der Beziehung. Hier würde Aufklärung vielleicht auch helfen.
Traumatisch werden Schwangerschaftsabbrüche vor allem dadurch, dass es sich immer noch um einen Straftatbestand handelt in Deutschland.

Und damit das auch noch möglichst lange so bleibt, verteidigen die Abtreibungsgegner die Gesetzgebung aus dem Jahr 1933. Es ist also zusammengewachsen, was zusammengehört.