Ich beziehe meinen Strom seit einigen Jahren bei den Stromrebellen im Schwarzwald – bei ews- bei den ehemaligen Stromrebellen muss ich heute sagen. Die Stromrebellen fand ich sympathisch, unter anderem weil eine Frau Mitbegründerin war und weil die ews Strom vor allem aus Wasserkraft ins Netz einspeist. Jetzt lese ich im Kleinen Jahresbericht 2017, man habe Deutschlands höchsten Windpark im Schwarzwald eingeweiht. Da ich weiß wie umstritten die Windkraftanlagen gerade in Baden-Württemberg sind, schaute ich ins Internet und siehe da: auf fünf recht ansehnlichen, bzw. unansehnlichen Baustellen mitten im Wald sind die 5 Windräder errichtet worden. Diese Baustellen lassen sich per Google Earth besichtigen. Sieht richtig „gut“ aus. Schneisen für Schwertransporter in ein intaktes Waldgebiet! Super – das nenne ich nachhaltig. Dass dort der Rotmilan auszieht, ist verständlich – die Frage ist nur: wohin denn dann? Es wird ja auch nicht mehr von Umweltschutz geredet, sondern nur noch von Energiewende. Und die soll koste es, was es wolle durchgeprügelt werden. Irgendwann wird es kein Grünland mehr geben, keinen Horizont ohne Windrad und keine Vögel, aber die Energiewender sitzen mit gutem Gewissen in ihrer warmen und hellen Stube. Doch nicht schlecht, oder? Dass dann auch noch Gutachter und Investoren bei diesem Projekt unter einer Decken stecken bzw. dass die Investoren Mitgesellschafter derer sind, die die Gutachten erstellen, ist schon bundesligareif. Das ist man sonst nur von Großkonzernen gewöhnt. Auch der frauenfreie Vorstand passt ins Bild.
Aber muss ich bei einem solchen Unternehmen meinen Strom kaufen?Ich werde mich also auf die Suche nach einem anderen Stromanbieter machen. Vielleicht finde ich ja einen.
Zum Beispiel: montana Strom aus 100% Wasserkraft!
Lotte ist nicht mehr

November 2017

Juliane Bartel Medienpreis
Den Juliane Bartel- Medienpreis 2016 in der Kategorie Hörfunk gewann die 55-minütige Reportage:
Krank und schlank
Autorin: Henriette Wrege
Die Reportage über die Risiken der Antibabypillen der 3. und 4. Generation lief in der Reihe Zeitpunkte-Reportage des rbb-Kulturradio. In der Hörfunksendung geht es u.a. um die Frage, warum Pillen, deren Ungefährlichkeit nach wie vor nicht erwiesen ist, massenhaft jungen, gesunden Frauen verordnet wird. Der gefährliche Stoff heißt Drospirenon. Gefährdet sind vor allem junge Frauen, die zum ersten Mal eine Antibabypille einnehmen. Felicitas Rohrer und die Frauen von der Internetplattform „Risiko Pille“ haben vieles in Sachen Drospirenonhaltige Pillen ins Rollen gebracht.
Am Dienstag, den 24.Oktober 2017 wurde in der Kategorie Hörfunk das Feature „Die toten Mütter meiner Tochter“ von Jenny Marrenbach ausgezeichnet. Die Journalistin hat ihre Familie nach der Geburt ihrer Tochter ein Jahr lang begleitet. Sie konfrontiert die heutigen Elternratgeber mit den Erfahrungen ihrer Mutter und Großmutter. Das Feature zeige, so die Jury, dass die Kernfrage auch heute bleibe: Wie kann Frau heutzutage eine gute Mutter sein?
Ich habe mich damals sehr über die Auszeichnung gefreut. Sie kam zum Ende der Berufstätigkeit.
Wer sich für das Manuskript interessiert, wende sich an den rbb in Berlin.