Wer sich mal wieder richtig gruseln will, der oder dem sei die ARD-Story empfohlen über den Kaufhausdieb und -spekulanten Réne Benko und seine politischen Helfershelfer von Joschka Fischer über Ole von Beust bis zu Alfred Gusenbauer, dem Sozen in dem Verein der Freunde der österreichischen Oper. Bei diesem Ausmaß von Korruption frage ich mich, wie es Deutschland immer noch schafft, beim Korruptionsindex nicht bei den Bananenrepubliken auf den hinteren Plätzen zu landen.
NahOst
Auch wenn ich zu den Menschen gehöre, die glauben, es gehe nicht schlimmer, werden wir durch Klerikal-Faschisten eines Besseren belehrt: Nun soll das Sterben im restlichen Gazastreifen beschleunigt werden: ab Februar wird die sogenannte westliche Wertegemeinschaft darunter auch Deutschland ihre Zahlungen an das UN-Hilfswerk für die palästinensischen Flüchlinge, das es seit 1948 (Staatsgründung Israels) gibt, eingestellt. Das bedeutet nichts anderes als das Todesurteil für die bislang noch Lebenden. Nur wer jetzt noch Geld hat, kann sich nach Ägypten schleusen lassen (Einnahmequelle der Hamas) – wer kein Geld hat, muss übers Meer schwimmen. Al Jazeera veröffentlicht täglichen den Bodycount: Tote, Verletzte, Verschüttete in Gaza und die Zahl der Verhafteten (alles Terroristen) in der besetzten Westbank. Dort sind heute 3 Menschen (alles Terroristen) im Krankenhaus in Djenin erschossen worden von israelischen Millitärs. Das gilt inzwischen nicht mehr als inhuman, sondern als Kampf gegen den Terrorismus. Es gibt eine Karikatur: ein isralischer Soldat hält sein Schnellfeuergewehr in einen Brutkasten und bellt: Distanzier Dich von der Hamas! Wir sind entwicklungsmäßig zurück in der Zeit vor der Gründung des Roten Kreuzes! Auf Al Jazeera werden gern Fotos gezeigt von Holocaust-Überlebenden im Vergleich dazu entweder halbnackte gefangene palästinensische Männer (alles Terroristen) oder abgemagerte Kinder. Und während die Welt fasziniert mit leichtem Gruseln auf den Ethnozid im Gazastreifen blickt, schaffen Siedler und israelische Armee in der Westbank Tatsachen: es werden immer mehr Bauern von ihrem Land vertrieben, es werden Wechselstuben ausgeraubt – den Bankraub filmt die Armee sogar – und man ist auf dem Weg, das Westjordanland zu teilen. Dann kann man die Palästinenser besser vertreiben, bzw. umbringen. Denn dort – schreibt die Jerusalem Post heute – herrscht dasselbe terroristische Regime wie im Gazastreifen. Jedenfalls ist man auf einem guten Weg – das zeigen auch die Jubelfeiern beseelter Siedler, die ihre politischen Anführer wie Itamar Ben-Gvir und – den als israelischen Trump bezeichneten – Bezalel Smotrich hochleben lassen.
Februar 2024

Eine andere Landwirtschaft ist möglich
Die sogannte Borchert – Kommission, die Zukunftskommission Landwirtschaft und weitere Gremien haben unzählige Vorschläge für sozial gerechte und naturverträgliche Reformen gemacht. Umgesetzt hat die Politik wenig bis gar nichts – weder in Berlin noch in Brüssel. Stattdessen befeuern gigantische EU-Subventionen eine Intensivierung der Landwirtschaft zu Lasten von Umwelt und kleineren Betrieben. In dieser Gemengenlage sorgt nun das Abschmelzen einer Gießkannen-Dieselsubvention für massive Proteste. Dabei wollen viele Landwirt*innen eine Agrarpolitik, die sie nachhaltig produzieren lässt.