Tja, die Zeiten ändern sich ab und zu mal. Früher war klar, dass der Mann immer die Nummer eins und der Platz der Frau immer hinter ihm. Und die Buchverlage, so bemerkt es der Perlentaucher, verharren auch in diesem Retroweltbild und haben viele Bücher im Regal von und über Robert Habeck und nix von und über Annalena Baerbock. Obwohl es sich schon seit einigen Wochen abzeichnete, dass Annalena Baerbock die Nummer eins sein wird. „Wenn sie es will, dann macht sie es.“ Diesen Satz haben viele nicht ernst genommen. Das Team Baerbock/Habeck zu unterschätzen, wird sich als großer Fehler herausstellen – spätestens im September.
Das große „C“
Tja, wer wird es richten: das christdemokratische Hinterzimmer oder die christsozialen „Schmutzeleien“ à la El Marko? Nachher gibt es ne PK in München. Wir sind gespannt. Verloren nach Punkten haben die „C“s jetzt schon gegen den Ruhepol aus Berlin: gegen das Team Baerbock/Habeck. Sie macht es und er hat sie gemacht. Er wird der grüne Superminister und sie kann sich mit dem Rest im Kanzlerinnenamt herumärgern.
Wie war das nach 16 Jahren Kohl? Ein Modernisierungsstau musste aufgelöst werden. Nach 16 Jahren Merkel muss die Wärmestube für Korruption und Mafiaimport ausgefegt werden. Es bleibt spannend.
From Russia with love
Nach Moskau zum Impfen – es gibt doch immer wieder was zum Lachen! Die jungen Leute, die jetzt angeblich alle an Covid sterben, fliegen vor ihrem Tod lieber zum Impfen nach Moskau – oder nach Florida oder Serbien. Shot in the arm (money in the
pocket ist nur für american citizens).
Während in Europa noch gebrütet wird, ob man den Russen ihren Impfstoff abkaufen soll, machen einige Hundert Bundis Nägel mit Köpfen. So wie in der Wendezeit: „Kommt die DM nicht nach hier, gehen wir zu ihr.“
Endlich mal was tun
Ja, endlich mal was tun gegen die Ausbreitung der Seuche. Aber ob „tagsüber gängeln und nachts einsperren“ das Richtige ist? Damit verärgert man nur den Wirtsorganismus und nicht das Virus. Die Krankenhäuser stellen immer weniger Betten zur Verfügung, weil u.a. die Finanzierung für das Freihalten nicht funktioniert. Zum Zweiten gibt es beim Pflegepersonal eine Abstimmung mit den Füßen (Klatschen alleine reicht nicht) und die heutigen Covid-Kranken brauchen länger zum Sterben, weil sie jünger und kräftiger sind, als die Alten, die im Dezember in die Gruben sanken. Als Begleitmusik posaunen Autokonzerne und Klinikkonzerne (wie Helios) ihre Gewinne trotz bzw. wegen Corona in die Welt hinaus und loben sich, ob ihrer schlauen Konzernpolitik. Helios hat gerade auf der Aktionärsversammlung verkündet, um noch mehr Kohle zu machen, soll das Personal weiter reduziert werden (merke: ohne Pflegekräfte keine Intensivmedizin) dann müssen sie auch keine Covid-Kranken aufnehmen und können sich den lukrativen Krankheiten wie Gelenkeersetzen und Gefäßetransplantieren widmen. Da klingelt die Kasse und für was anderes als „moneymaking“ sind Krankenhäuser seit 2004 (rot/grünes Gesundheitsreformgesetz) schließlich auch nicht da. Und an der schlechten Pflege sterben die Leute dann erst einige Jahre später zu Hause.
Wie gut, dass ich Kassenpatientin bin, ich bekomme ja noch nicht einmal einen Arzttermin. An mir lässt sich dankenswerterweise nichts verdienen!