Merz Gefallener

Historisch ist’s gewesen: Friedrich Merz bekam nicht genug Stimmen für die Kanzlerschaft. Tja, dumm gelaufen. Viele Hunde sind des Hasen Tod – oder so.
Nun ist der 1. Wahlgang normalerweise immer der Moment der Abrechnung. Alle Unzufriedenen verweigern die Gefolgschaft. Wenn es dann auch noch im Geheimen passieren kann – umso besser. Eigentlich kein Problem, z.B. bei den  MinisterpräsidentInnen-Wahlen. Man denke nur an den legendären „Heide-Mörder“. Leider  sieht die Verfassung bei der Wahl zur KanzlerIn keine Räume für geheime Abrechnungen. Da müssen alle beim 1. Wahlgang an Bord sein!
Allerdings gibt es bei türkis-rot heute viele Punkte, die 18 MdA’s zur Stimmverweigerung verleiten konnten: das Martialische: ab 6.5. wird zurückgeschossen (an der Grenze), oder der Schluck aus Schuldenbremsenpulle, oder die Personalie J.S., oder der Normalisierungskurs gegenüber der AFD, oder das Miniimperialistengehabe des ungekrönten Niedersachsenkönigs Lars I, oder der Rechtsruck innerhalb der Sozen, oder das Abmeiern der SPD-Vorsitzenden,  und nicht zuletzt die Entsorgung des ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Mützenich.
Nur einer hat wahrscheinlich seinen Laden im Griff: El Marko! Da reicht ein Vorstandsbeschluss und niemand kocht ein eigenes Süppchen.
Warten wir auf die morgige Sitzung – da wird die Sonne wieder scheinen, oder mann hat sich nochmal auf den Weg zur Grünenfraktion gemacht und dort um 6 Leihstimmen gebeten.

Lieber nicht mehr zu DM

Wer faul ist und wer fleißig ist von seinen Angestellten, scheint der Arbeitgeber Christoph Werner (DM) nicht zu wissen. Denn er möchte, dass alle zur Arbeit kommen, auch wenn sie krank sind. Supi! Das sollte eigentlich seit Corona klar sein, dass Kranke nicht zum Anstecken der KollegInnen zur Arbeit kommen sollen. In einem Ladengeschäft werden darüber hinaus auch noch die KundInnen gefährdet.
Allerdings will Schlauberger Werner auch noch Geld sparen – nämlich die Kohle für den 1. Krankheitstag.  Was nichts anderes ist als die Forderung nach  Aufweichung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall!
Ein Thema, das schon immer hohe Wellen schlägt: u.a. mit dem Streik in den 50er Jahren auf den Werften in Kiel. Der Metaller bekamen sogar Solipakete aus den USA. Seit 1931 war die vollen Lohnfortzahlung für Angestellte Gesetz – also auch für Christoph Werners Mitarbeiterinnen. Und ab 1957 ging es in kleinen Schritten bis 1970 zur vollen Lohnfortzahlung auch für  HandwerkerInnen und ArbeiterInnen.
Aber es wird auch immer wieder angegriffen – wie jetzt gerade. Hoffentlich Allianz versichert. Dieser Obermiemer findet auch, dass seine Angestellten für den 1. Krankheitstag kein Geld mehr kriegen sollen. Yo!
Und DM? Seit 1931 gilt das Gesetz. Ich werde wohl lieber künftig in anderen Drogeriemärkten einkaufen. Ich muss mih ja dem erhöhten Infektionsrisiko bei DM nicht aussetzen.

 

Weiße Männer vor!

Dass ich das nochmal erleben würde, hätte auch nicht gedacht: der BDI verteidigt die Diversity in Unternehmen und das mit der Begründung: „Unternehmen, die Vielfalt und gleiche  Aufstiegschancen förderten, seien in der Regel produktiver und gewännen mehr qualifizierte Beschäftigte.“ Darauf scheint ja Agent Orange nicht viel Wert zu legen. „Demnach schickte die US-Botschaft in Deutschland einen Katalog mit 36 Fragen an Firmen, die mit amerikanischen Vertretungen zusammenarbeiten. Darin sollen die Unternehmen unter anderem bestätigen, dass sie keine Programme für Gleichberechtigung, Vielfalt, Inklusion und Umweltgerechtigkeit unterstützen. Weiter heißt es, es sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Rechte von trans Personen zu beschneiden“ – teilte der SPIEGEL mit. Der BDI rief zu Unternehmen auf, nicht auf die Forderungen einzugehen.
Tja, mit wem wohl die us-Botschaft künftig zusammenarbeiten will.