Ein deutsches Gericht hat angeblich schon festgestellt, dass man das Z im deutschen Alphabet nicht verbieten kann. Was nach einer typischen Meldung am 1. April klingt, ist aber in diesen Tage des verzweifelten Kampfes gegen W. Putin, bitterer Ernst. Mit dem armen Z soll angeblich Sympathie mit W. Putin ausgedrückt werden und da kann man schon mal in die Mühlen der Gerichte geraten. Sorry ZDF oder auch die Leute mit dem KFZ Kennzeichen für Zwickau. Mich erinnert diese Posse eher an die Sesamstraße, in der die Figur des Schlemihl, der mit stets etwas dubios anmutenden Geschäftspraktiken seine Partner über den Tisch zu ziehen versucht. Im Auftreten erinnert er stark an einen Schwarzmarkthändler, der illegal seinem Geschäft nachgeht. Legendär sind seine Versuche, Buchstaben, Zahlen und sogar Luft zu verkaufen, wobei er regelmäßig mittels „Psssst“ auf die Exklusivität des Angebots (in der Innenseite seines Mantels befestigt) hinweist. Meist ist es Ernie, auf den er als Geschäftspartner trifft; typischer Dialogbeginn: „He, Du!“ – „Wer, ich?“ – „Psssst!“ – (leiser) „Wer, ich?“ – „Genaaaaau…“ und weiter nach dem Schema „…Möchtest du ein Z kaufen?“ (öffnet eine Mantelseite).
April 2022

Märzschnee

Alle Jahre wieder schneit es im März. In diesem Jahr ist es der erste Schnee überhaupt – das letzte Mal war es an Weihnachten 2021 hier oben weiß. Aber bei 3 Grad (Höchsttemperatur) taut die eisige Pracht relativ schnell weg.
Und so wellte sich die Lawine vom Dachfenster morgens um 9.00 Uhr.

Der Russe an sich
Gut, dass ich kein BILD TV gucke, die sogenannte Berichterstattung ähnelt doch sehr, der vom Kuweit-Irak-Krieg. Wie im Computerspiel. Soll ich jetzt noch sagen, dass das vor allem was für Testosteronis ist? Wie auch immer. Inzwischen haben die Russen festgestellt, dass die Nato-Staaten nicht nur alten Ost-Schrott in der Ukraine stationiert haben, sondern – by the way – auch die eigenen neuen Entwicklungen ausprobieren. Und scheinbar mit Erfolg – wie uns seit einigen Tagen in den Nachrichten erzählt wird. Dann ist da ja bald Feierabend, oder doch nicht? Wer wohl ein Interesse an einem schwelenden kleinen Konflikt dort unten hat? Fragen über Fragen. Immerhin können wir die ca. 200 000 ukrainischen Frauen zur Zeit gut gebrauchen z.B. in der Pflege. Ich frage mich auch, wie denn das viele Geld, das wir für unsere Wirtschaft und die frevelhaft warme Stube an den Russen zahlen, dort ankommt, wo er doch von SWIFT abgekoppelt ist- oder gibt es da doch noch Kanäle? Und warum ist es ein Kriegsverbrechen, wenn der Lieferant die Währung bestimmt, in der die Rechnung beglichen werden soll? Letztens wurde ich gefragt, ob ich einige Cent an die Ukraine spenden will? So allgemein. Für Biobauern hätte ich gespendet, so wie bei der Ahrtalflut, obwohl die Bundesregierung mich mal wieder beim Füllhornausgießen ignoriert hat. Bei Edeka wird zur Zeit mit „Aufrunden“ für vernachlässigte Kinder gesammelt und die Pfandbons gehen an pro familia – da bin ich dabei – aber an so Leute wie Herrn Melnyk spenden – da wird nichts draus.