Omas gegen rechts

Ihre kleinen Plakate sind sehr häufig zu sehen, wenn die sogenannte Zivilgesellschaft auf sich aufmerksam macht., u.a. die Omas gegen rechts. Die älteren Frauen sind zuerst in Österreich auf die Straße gegangen – und nun sind sie ein fester Bestandteil der deutschen Zivilgesellschaft. Und damit sind sie ins Visier der Christdemokraten geraten, genauso wir correktiv und Campact. Die Christen finden, dass der Zivilgesellschaft der Geldhahn zugedreht gehört. Es wählen immer noch zu viele Leute nicht AFD. Dagegen muss mann was tun.
Dumm nur, dass die Omas, die gegen rechts sind, als Rentnerinnen meistens nicht mehr auf die steuerliche Abzugsfähigkeit ihrer Spenden angewiesen sind. Die Renten von Frauen sind nicht so sonderlich hoch, wie man allgemein weiß (Pensionsgap).
Das unterscheidet sie von den Milliardären, die mit ihren Millionen auf Shoppingtour bei den rechten Parteien waren. Diese Millionen sind natürlich weiterhin steuerbegünstigt (wie das Flugbenzin des künftigen Kanzlers) – vor allem, wenn sie von Immobilienspekulanten kommen.

Der Osten macht blau

Wir befinden uns im Jahr 2025 nach Christus. Der ganze Osten ist blau? Nein! Drei einzelne unbeugsame Wahlkreise widerstehen der blauen Welle und weisen eine andere Farbe auf: Potsdam „rot“, Leipzig „dunkelrot“ und Erfurt ebenfalls „dunkelrot“. Und wer jetzt im schwarzen Westen sich beruhigt zurücklehnt, dem bzw. der muss man sagen, dass z.B. in NRW  zahlenmäßig so viele Menschen AFD gewählt haben wie in S-A, Thüringen und Sachsen zusammen. Und nur weil immer weniger Menschen den Osten bevölkern, fallen die Stimmen für Völkischen prozentual so unerfreulich hoch aus. Wahrscheinlich wird Sachsen-Anhalt das erste Bundesland mit einem blauen Ministerpräsidenten sein. Denn die Zahl derjenigen, die das Wahlprogramm der AFD lesen, wird nicht steigen und so läßt sich erklären, warum Eltern von behinderten Kindern dieser behindertenfeindlichen Partei ihre Stimme gebe und auch Migranten gerne ihr Kreuz bei der weißen Männerpartei machen. Aber wie sagte schon Bert Brecht: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!“ Gut dass es bis zu einem neuen „33“ noch ein wenig Zeit ist und auch die österreichische Nachbarschaft hat nochmal die Kurve gekriegt – farbtechnisch jedenfalls. Ob auch politisch-inhaltlich – das wird man sehen.

Quoten nicht nur für Waffenhändler

„Seit 2022 sinkt der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kontinuierlich. Im Haushaltsentwurf 2025 sind 10,28 Milliarden Euro vorgesehen – 940 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Mit unserer Kampagne zur Bundestagswahl rufen wir gemeinsam mit anderen starken Stimmen aus der Zivilgesellschaft dazu auf, dass Deutschlands internationale Verpflichtung,  0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes  für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit bereitzustellen, verbindlich im kommenden Koalitionsvertrag steht – für eine starke, gerechte und stabile Welt, von der auch Deutschland profitiert.“ Schreibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung. Allerdings haben auch schon frühere Bundesregierungen es geschafft, zum Beispiel das Feldlager in Kundus in die sogenannte ODA-Quote mit hineinzurechnen. Damals hieß der Minister Dirk Niebel und trat besonders gern in Olivgrün auf. ODA – heißt: Official Development Assistance. Und da ist der orangene Quotenkönig aus USA gerade dabei, sich komplett aus dieser Quote zu verabschieden. Quoten also nicht nur für Waffenproduzenten, sondern auch für deren Opfer!

Aufrütteln bis zum Schluss

Das hat es – glaube ich – so auch noch nicht gegeben, dass ein Biobauer, seine Kundschaft aufrütteln muss. Eigentlich sollte man/frau davon ausgehen, wer dort einkauft – wählt weder den rechten Rand noch deren Steigbügelhalter. Oh tempore, oh mores! sagte der alte Lateiner – oder die alten Römer, die gerade im Aufwind sind.
„Mit Sorge schauen wir auf die anstehende Wahl und übermitteln Ihnen/Euch unsere Grundsätze, damit noch einmal klar wird, wofür wir stehen. Um nicht nur ständig „gegen“ etwas zu sein, kurz zusammengefasst, wofür wir sind:– Mehr Klima/Naturschutz
– gerechte Verteilung und nachhaltige Nutzung unserer Ressourcen
– Toleranz, Mitgefühl, Gleichberechtigung
– Einhaltung und Durchsetzung unserer Spielregeln (gemäß dem Grundgesetz)
– Friedensorientierte Politik und Wirtschaft
– soziale Verteilungsgerechtigkeit
– angemessene Bildungsstandards
und einfach ein empathisches, friedliches Miteinander!
Liebe und gesunde Grüße vom gesamten Team Biokiste“