| Hier mal wieder ein Beitrag gegen den Zeitgeist von Heribert Prantl. Er wird wohl nichts dagegen haben, wenn ich seinen Text einfach mal kopiere. „Der Flüchtlingsschutz hat keinen parteipolitischen Hüter mehr. Die AfD gibt den bösen Ton vor, dem die CDU/CSU, die SPD und die FDP folgen. Die Grünen, die vor 35 Jahren die Anführer des Widerstands gegen die Grundgesetzänderung waren, sind stumm geworden. Und beim BSW vertritt Sarah Wagenknecht die Position, die seinerzeit ihr jetziger Ehegatte Oskar Lafontaine vertrat: der war damals, noch in der SPD, der erste prominente Sozialdemokrat, der eine Grundgesetzänderung propagierte und den Verzicht auf das einklagbare individuelle Grundrecht auf Asyl. Es gab große Debatten, öffentliche und in den Sitzungen der Parteigremien. Heute gibt es nur noch den Wettbewerb, wer am schnellsten noch schärfere Forderungen stellt. Das geht so weit, dass jetzt die große europäische Errungenschaft, die offenen Grenzen, durch massive Grenzkontrollen in Frage gestellt werden. In der aktuellen Debatte gibt es nur einen, der laut, klar und vernehmlich Kritik übt: Bodo Ramelow, der bürgerlich-linke Noch-Ministerpräsident von Thüringen. Er propagiert zwar schnellere Asylverfahren und die Abschiebung von Flüchtlingen, „die bei uns permanent die Regeln brechen“; er kritisiert aber zugleich die manifeste Ausländerfeindlichkeit der aktuellen Migrationsdebatte und fordert mehr Zuwanderung. Allein in Thüringen, so sagt er, fehlten Hunderttausende Arbeitskräfte. Ramelow erklärt wörtlich im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Deshalb kriege ich langsam Angst vor der gesellschaftlichen Debatte, die von spektakulären und sehr negativen Fällen dominiert wird und nicht von den vielen Fällen, in denen Integration gelingt. Stattdessen wird beim derzeitigen Überbietungswettbewerb der Abschreckungsgrausamkeiten leider auch intensiv die Ausländerfeindlichkeit getriggert. Am Ende kommt nur das Gefühl raus: Die AfD hat es ja gesagt. Jetzt sagen es die anderen auch.“ Ramelow hat recht. Die aktuelle Debatte ist eine völlig undifferenzierte, eine rohe Debatte, eine Debatte ohne Zwischentöne, eine Debatte ohne Herz und Verstand. Obwohl die Flüchtlingszahlen nicht steigen, sondern sinken, wird von einem Notstand geredet. Der Notstand besteht nicht in der Zahl der Flüchtlinge, er besteht in der Art und Weise, wie darüber geredet wird. Der Notstand besteht darin, wie im Bundeshaushalt die Mittel für die Förderung von Integrationskursen gekürzt werden. Integrationsarbeit ist ein wichtiger Beitrag zu Sicherheit! Man darf sich nicht einschüchtern lassen von denen, die Gift und Galle spritzen; nicht von denen, die nicht die Zivilgesellschaft, sondern die Unzivilgesellschaft repräsentieren. Es gibt hierzulande auch Zigtausende von Menschen, die immer noch und trotz alledem den Flüchtlingen helfen – beim Deutschlernen, beim Umgang mit den Behörden, beim Fußfassen in diesem Land. Von ihnen soll sich die Politik beeindrucken lassen. Sie handeln nach der Regel: Handeln wir so, wie wir behandelt werden wollten, wenn wir Flüchtlinge wären.“ |
Vor einem Jahr
war es auch schon kühler geworden. Am 12. 09. begannen die kalten Nächte. Am 14.09. 2023 war es:
nachts: sternenklar bei kalten 5 Grad
9.00 Uhr: 4/8 AsAc, W1-2, 11 Grad
später: 4/8 AsAc, W2, 18 Grad
Das letzte Bad im Baggersee nahmen wir allerdings erst am 18.9. Da gab es nochmal einen Warmluftvorstoß nach Norden auf der Vorderseite des 1. Herbststurms. Ein ehemaliger Hurrikan hatte es bis zu uns nach Schleswig-Holstein geschafft.
Haas & Czjzek 1792
Das Essgeschirr mit dem Goldrand stammt aus dem Fichtelgebirge -genauer von der tschechischen Seite des Fichtelgebirges – nordöstlich von Karlsbad aus Schlaggenwald bz. Horni Slavkov. Von dort kommt das who is who der Porzellanindustrie: u.a. Rosenthal, Hutschenreuther, Arzberg, Seltmann Weiden etc. sozusagen alles, was nicht aus Meißen stammt.
1867 übergab August Haas seine Fabrik an seinem Sohn Georg, den nachmaligen Freiherr Haas von Hasenfels und seinen Neffen Hans Czjzek, später Hans Czjzek Edler von Smidaich. Ausgerüstet mit reichen Fachkenntnissen und grosser Arbeitskraft brachten die beiden neuen Inhaber in vereintem, jahrzehntelangem Schaffen das Unternehmen durch Vergrösserungen und Verbesserungen auf technischem Gebiete, zu hervorragender Bedeutung und schliesslich selbst zu Weltruf. Die Fabrik Schlaggenwald wurde im Laufe der Jahre grösstenteils auf bessere Tafelserviceware umgestellt und besitzt 1925 zehn Rundöfen, einen Kobaltofen und beschäftigt nahezu 600 Arbeiter. Durch die Tatkraft der beiden Inhaber gelang es im Laufe der Jahre die Fabrikate nahezu auf allen Märkten der Weilt einzuführen. 1914 starb Georg Freiherr von Hasenfels, während Hans Czjzek Edler von Smidaich hochbetagt seinen Lebensabend in Wien verbrachte.
Demokratie leben
Demokratie leben ist ein an sich sinnvolles Bundesprogramm des Familienministeriums. Es gibt relativ viel Geld – aber die Landkreis müssen rund 10 % co-finanzieren. Und das ist der Hebel, mit rechtslastige Landkreise wie z.B. in Bayern das Bundesprogramm auslaufen lassen. Scheinheilig mit leichtem Grinsen im Gesicht verkünden dann CSU Landräte (keine von AFD!), das man nun einmal sparen müssen ….. !
Meine Anfrage beim Ministerium von Lisa Paus, wie viele LKR 1. überhaupt Gelder beantragt haben und wie viele LKR mit rechter Mehrheit die Programmgelder nicht haben wollen, wurde nicht beantwortet. Angst um die Demokratie verbreitet nämlich nicht nur die AFD auch die CSU und die Freien Wähler sind tatkräftig dabei ein neues 1933 aufzubauen. Klar, dass rechte Politiker mit den Zielen von „Demokratie leben“ nichts anfangen können, ja sie sogar für schädlich halten. Hier der Text der Ministeriums Homepage:
„Demokratie leben!“ stärkt das Verständnis für Demokratie, die demokratische Bildung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In den geförderten Projekten geht es um grundlegende Prinzipien wie Gleichwertigkeit, Rechtsstaatlichkeit, den Schutz der Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe an politischen Prozessen. Insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden dabei unterstützt, ihre Teilhabe- und Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen.
Vielfalt gestalten
„Demokratie leben!“ erarbeitet Lösungen, um allen Menschen in Deutschland unabhängig unter anderem von ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung ein diskriminierungsfreies und friedliches Leben zu ermöglichen. Deshalb setzen sich die geförderten Projekte mit ausgewählten Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie mit Mehrfachdiskriminierungen auseinander und unterstützen die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt. Ziel ist es, dass unsere Gesellschaft Vielfalt als Chance begreift und die damit verbundenen Widersprüche und Konflikte konstruktiv bearbeitet.
Extremismus vorbeugen
„Demokratie leben!“ will die Entstehung demokratie- und menschenfeindlicher Haltungen sowie extremistischer Einstellungen verhindern und Radikalisierungsprozesse frühzeitig unterbrechen. Das schließt neben Rechtsextremismus auch islamistischen Extremismus und linken Extremismus mit ein.