Frauen

Frauen bringen wieder alles durcheinander  – aktuell: die schöne Harmonie in der Ampel. Die ist vor allem deshalb gerade so harmonisch, weil die Grünen und die SPD-Frauen nicht auf einer Präsidentschaftskandidatin bestehen. Ja, so schnell ändern sich die Zeiten. Als die Zeichen noch auf schwarz/grün standen träumten die Grünen von einer Frau als Präsidentin – z.B. von Kathrin Göring-Eckart. Die ist nun Bundestagsvizepräsidentin und die CDU/CSU ist zur Zeit nicht handlungsfähig. Und Frauen nehmen in der Regel bei den Schwarzen nur die „Petersilienrolle“ ein. Nach 16 Jahre Merkel ….naja – genug des Leidens.
Die Männerdominanz ist zwar nicht zu übersehen, sie verlangt trotzdem restlose Unterordnung. Die Grünen handelten sich sogar schon einen Tadel ein, weil sie etwas zu lange zögerten mit ihrer Unterstützung für  Frank-Walter Steinmeier, der seit über 20 Jahren diverse Regierungsämter bekleidete.

 

Taxonomie

Du kriegst Deine Atomkraft begrünt und wir unsere Northstream 2 Pipeline. Die Chefs haben kurz nach dem Antritt der Ampelkoalition Mitte Dezember alles klar gemacht, und den Kompromiss „ausgekäst“. Den Grünen im Backoffice war beim Stichwort „Taxonomie“ schon lange klar, dass sie das zwar blöd finden, aber viel zu kurz erst im Amt sind, um das Greenwashing zu verhindern. Nun sind also Atom und Erdgas Brückentechnologien, die noch einige Jahre als „grün+nachhaltig“ gelten werden.  Das ist wichtig für alle zertifizierten Geldgeschäfte. Fonds müssen nämlich heute nachweisen, was sie mit der Kohle der AnlägerInnen machen – nicht zuletzt auf Wunsch der Grünen. Und da Atom seit Fukushima als „pfui“ gilt, kam die politisch als „pfui“ geltende Russengaspipeline dem französischen Präsidenten wie gerufen. Emu kann im Wahlkampf einen Erfolg verbuchen und die Deutschen auf diplomatischem Parkett. Denn Northstream 2 ist ein Herzensprojekt vom „Gott-sei-bei-uns“ Putin. Und wenn der besänftigt wird, grollt er nicht mehr und es raucht nicht mehr in der Ukraine.
Alles zwar nicht im Sinne unseres neuen Europa-Strategen Harbeck. Er forderte noch vor ein paar Wochen Waffen für die Ukraine. Auh weia – oder alles hängt mit allem zusammen. Na dann Prost Neujahr!